PDC: European Championship: 30. Okt. - 02. Nov. 2008

Die große Sensation blieb am Draht hängen

Der Thriller von Frankfurt endete mit 7:9.

Dieses Match gegen Robert Thornton war vom Start weg nichts für schwache Nerven. Der Beginn von Robert mit zwei 180ern deutete gleich an, mit welch starken Gegner es Mensur an diesem Tag zu tun hatte.

Mensur hatte im Gegensatz dazu zu Beginn Riesenpech als im hintereinander zwei 60er aus dem Board fielen.
Dennoch blieb in den ersten zwei Legs alles in der Reihe. Im dritten Leg dann das erste Break; und es gelang Mensur. Das Spiel wogte nun hin und her und hatte zu dieser Zeit ein absolutes Weltklasseniveau, in dem Mensur ein Average von über 106 Punkte (pro 3 Darts!!!) spielte. Er hielt in diesem Best of 17 (auf 9 gewonnene) Legs Match bis zu 7:5 das Break und hatte bei 93 Punkten Rest die Chance Thornton das zweite Mal ein begonnenes Leg abzunehmen. Bull, Tripple 18 und der Checkdart geht vom Draht anstelle der Doppel- in die Single 7. Thornton kann mit 2 Darts 74 schließen. Anstelle des vorentscheidentden 8:5 stand es nur noch 7:6. Noch war jedoch noch nichts passiert, Mensur war ja noch immer das eine Break voran.

Auch im folgenden Leg schien alles nach Plan zu verlaufen und Mensur hatte nach vorher vergebenen Dart auf Doppel 16 nun 3 Chancen Doppel 8 zu Checken. Doch zwei Darts ausserhalb und einer in Single 8 eröffneten Robert plötzlich die Chance zum Rebreak. Er nützte diese zum leidwesen von Mensur auch.
Ab diesem Zeitpunkt lief das Match an Mensur leider vorbei und so konnte Robert Thornton einen nicht mehr geglaubten Erfolg verbuchen.

Mensur, wir sind mächtig stolz auf Dich. Du hast unseren Sport auf höchster Ebene mehr als würdig vertreten. Gerade jetzt sollte ALLEN in Österreich klar sein, dass wir den - nicht zuletzt durch solche grandiosen Erfolge - erzeugten Dartboom gemeinsam nutzen sollten!

1/8-Finale, Best of 17 Legs
Ronnie Baxter - Carlos Rodriguez 9:5
Adrian Lewis - Denis Ovens 9:5
Mensur Suljovic - Robert Thornton 7:9
Allen Tabern - Jelle Klaasen 9:6
Peter Manley - James Wade 11:9
Mervyn King - Phil Taylor 3:9
Raymond van Barneveld - Dennis Priestley 9:4
Wayne Mardle - Mark Walsh 4:9

Bericht: Wolfgang Huber