PDC-News: PDC-Major Turnier in Halle (Deutschland)

Samstag, 02. Dezember 2007

Mensur Suljovic qualifiziert sich souverän für PDC-Weltmeisterschaft in Purfleet (England)

Mit der wohl senationellsten Leistung, die je ein heimischer Dartsportler geboten hat, qualifizierte sich Mensur Suljovic für die sportlich bedeutendste Weltmeisterschaft - die PDC WM in Purfleet...

Das Losglück hatte es im Vorfeld des Turniers nicht sehr gut mit ihm gemeint und bescherte ihm schon in der ersten Runde einen der großen Favoriten dieses Turnieres. Michael van Gerwen, immer wieder als holländisches Wunderkind des Dartsports bezeichnet und seines Zeichens Winmau Weltmeister 2006.
Vom Start weg spielte sich Mensur in einen wahren Spielrausch und liess in diesem Match nie einen Zweifel aufkommen, wer das Board als Sieger verlassen würde. Er gewann schießlich sensationell klar mit 3:0 (2:0, 2:1, 2:1). Eine gehörige Klatsche für den etwas überheblich wirkenden van Gerwen.

Da Michael Rosenauer sein Erstrundenmatch verlor, war schon vor den nächsten Spielen klar, dass sich Mensur als Sieger der GDC-Rangliste 2007 für die PDC-WM qualifizierte.
Und was Mensur im Stande ist, wenn er frei spielen kann, sollten schon in Kürze seine nächsten Gegner zu spüren bekommen.
Gegen den starken Engländer Yves Cottenge verlor er zwar sein erstes Set, gewann aber schließlich doch noch klar mit 3:1.

Nun sollte es aber zum wahren Kracher kommen. Mit Dennis Priestley wartete wohl einer der klingendsten Namen im internationalen Dartsport. Der erste PDC-Weltmeister (Sieg im Finale gegen Phil Taylor) zeigte auch von Beginn weg, dass er nichts von seiner Klasse im Laufe der Jahre eingebüßt hat. Das Spiel wogte hin und her und bei 2:1 Sets für Dennis stand Mensur mit dem Rücken zur Wand. Und genau da zeigte er, wozu er fähig ist. Mit unglaublichen Siegeswillen machte er das 2:2. Es kam, wie nicht anders zu erwarten, zu einem alles entscheidenden 3. Leg im entscheidenden 5. Set. Dennis startete als Vorspieler mit 180 und anschliessend mit 140. Mit dem 12.(!) Dart verpasste er die 36 (Doppel-18). Mensur stand auf 121: 60, 11 und ... richtig Bullseye!
Ein 121er Bullcheck auf das Match - Wahnsinn... Der Jubel der begeisterten Zuschauer war grenzenlos!
Der einzige noch im Feld befindliche deutschsprechende (oder sowas ähnliches...) Spieler sollte aber noch nicht genug von diesem tollen Turnier haben.
Mit Jan van der Rassel versuchte der nächste Holländer den entfesselt spielenden Mensur zu stoppen. Doch auch er hatte an diesem Tag nichts entscheidendes entgegen zu setzen. Suki gewann auch dieses Spiel in überzeugender Manier und nun stand er Inmitten der wahren PDC-Größen. Wie schon bei der PDC-Pro-Tour sollte Wayne Mardle (Hawaii 501) sein nächster Gegner sein. Leider entstand durch das einzelne Spielen der 1/8-Final Begegnungen eine sehr lange Pause. Mit diesem Umstand kam der britische Weltklassespieler besser zurecht und gewann in einer nicht so hochklassigen Begegnung schließlich mit 3:1...
Ach ja, gewonnen hat das Turnier... richtig: Phil Taylor in überzegende Manier gegen Dennis Owens.

Mit dieser fantastischen Leistung hat sich Mensur natürlich auch bei den so selbstsicheren Briten und Holländern ins Tagebuch geschrieben. Sein Gegner in der 1. Runde der PDC-Weltmeisterschaft in Purfleet ist der Engländer Andy Smith. Er verlor gestern zwar schon in der ersten Runde, ist aber natürlich auch ein Gegner von großer Klasse. Ein Mensur in der Form von diesem Wochenende kann aber durchaus auch diese Hürde nehmen.

Eines ist jedoch sicher, ganz Dartösterreich wird ihm für dieses Turnier die Daumen halten!!!

Bericht:  Wolfgang Huber