Grand Prix - Vorarlberg 2007/2008
Bregenz, 20.-21. Okt. 2007
Neuer Modus bei so grosser Teilnehmerzahl nicht umsetzbar...
Vorerst muss man den Vorarlbergern gratulieren. Eine tolle Organisation des Teams um Waldi Heinzle,
die uns eine Rekordteilnehmerzahl von 158(!) Herren- und 78(!!!) Damen-Einzel bescherte. Das ist eine
Steigerung um unglaubliche 50% gegenüber dem letzten Grand Prix im Ländle.
Da der Spielort vom Gastrobereich getrennt war, war es auch möglich, das Rauch- und Trinkverbot in der
Spielhalle gut zu überwachen. Und auch die Tonanlage war sogar im Freien, wo sich die Bar und der Raucher-Bereich
befand, bei Weitem ausreichend.
Der einzige Nachteil, den wir durch die Trennung des Gastro- und Spielbereiches hatten, sollte sich später im
Verlauf der Einzelbewerbe aber fatal auswirken. Durch die dadurch entstandenen Verzögerungen zu Beginn eines jeden Spieles
verloren wir bei 32(!) zu spielenden Runden ca. 3 Stunden!
Das soll aber in keiner Weise eine Ausrede dafür sein, dass wir uns (die Turnierleitung, aber vor allem ich als Person)
einfach zuviele Spiele zugemutet haben.
Es wird, so glaube ich, aber jeder verstehen, dass wir dieses System nur deshalb spielen wollten, um auch schwächeren Spieler die
Möglichkeit zu geben, öfters zu spielen. Wir müssen jedoch auch zur Kenntnis nehmen, dass mit 30-35 Dartgeräten bei so einer
großen Teilnehmerzahl keine Spielanzahl pro Spieler garantiert werden kann.
Der Vorstand hat sich sofort nach dem GP beraten und wir sind zu folgender Modus-Änderung gekommen:
Die Hauptbewerbe Damen- und Herren-Einzel werden ganz normal im Doppel-K.O. Modus gespielt. Je nach Teilnehmerzahl
wird danach ein B-Bewerb der bereits ausgeschiedenen Spieler gestartet. Sollte es die Gerätesituation zulassen, wird ein Open
- ca. zw. 15.00 und 16.00 Uhr, ohne Startgeld - gespielt. In diesem Open dürfen aber nur Spieler mitspielen, die in keinem
aktiven Bewerb mehr spielen und die auch nicht am Mixed-Doppel teilnehmen. Alle anderen Bewerbe werden nach dem bereits
ausgeschriebenen Modus gespielt.
Nun aber zu weit Erfreulicherem.
Die Bundesliga startete am Samstag um 9.00 Uhr ihre neue Saison. Es ist schon beeindruckend, eine derart spielsstarke Liga in
Aktion zu sehen. Es gibt nicht wenige, die behaupten, dass es sich dabei um die stärkste Elektronik-Dartliga in Europa handelt und
das erfüllt uns auch ein wenig mit Stolz. Die Ausgeglichenheit dieser Liga zeigte sich schon nach den ersten beiden Runden. Es
gibt nur eine Mannschaft, die noch keinen Punkt hat und auch nur zwei, die beide Partien gewonnen haben. Durch die enorme Erhöhung
des Preisgeldes können wir zumindest den ersten acht Mannschaften einen Spesenanteil zurück geben.
Um ca 11.00 Uhr starteten dann die Einzelbewerbe. Dort setzten sich, wie nicht anders erwartet, in den ersten Runden die Favoriten durch.
Unerwartet stark dabei auch die Bundesliga-Spieler des Oberösterreichischen Teams 'DC Rocco' Daniel Berghammer
und Roland Jepertinger. Letzterer konnte sogar den Favoriten Mensur Suljovic auf die Verliererseite schmeissen.
Erst als die Beiden im Einzug für das Finale von der Verliererseite erneut aufeinander trafen, war für ihn Endstation. Am Ende steht
für ihn ein toller dritter Platz zu Buche.
Das Finale bestritten dann die wohl auch international im Moment erfolgreichsten österreichischen Spieler. Dietmar Burger
und Mensur Suljovic matchten sich um den ersten GP-Titel der neuen Saison. Konnte Mensur die erste Begegnung (das Zurückgewinnen) noch
mit 3:0 für sich entscheiden, so setzte sich Didi im alles entscheidenden Best of Five Match ebenfalls souverän mit 3:0 durch.
Sieger im Herren-Einzel des GP-Vorarlberg: Dietmar Burger.
Wir gratulieren herzlich.
Die Damen starteten um ca. 12.00 Uhr eine 128er-Raster. Bisher ein eher seltenes Ereignis, über das wir uns natürlich sehr freuen. Aber nicht
nur mit Masse, auch mit Klasse konnte dieser Bewerb aufwarten. Dass sich am Ende wieder die 'bewährten' Spitzenspielerinnen unseres Verbandes
durchsetzten, war nur die logische Folge. Einzige Überraschung dabei der dritte Platz der Wienerin Eva-Maria Thaler, die bisher eigentlich
noch nicht im Spitzenfeld aufgeschienen war. Erfreulich, dass es immer wieder neue Talente gibt, die unseren 'Stars' einheizen...
Im Finale standen sich dann die WDF-Worldcup erprobte Petra Klingbacher - sie verlor dort nach gutem Kampf erst der vielfachen
Weltmeisterin Trina Gulliver - und die Österreichische Meisterin Natascha Küpferling gegenüber. Nach wirklich gutem Spiel konnte
sich die Kärntnerin schließlich knapp durchsetzen.
Siegerin im Damen-Einzel des GP-Vorarlberg: Petra Klingbacher.
Ebenfalls herzliche Gratulation.
Spät am Abend, leider viel später als geplant, startete dann das Mixed Doppel. Nicht im League-Modus, wie schon vor dem Start des Bewerbes
angekündigt. Gott sei Dank ging dabei alls reibungslos über die Bühne und 'schon' um ca. 1.30 Uhr standen sich im Finale die Paarungen
'Ruth Haas/Markus Katt' und 'Roswitha Philipp/Mensur Suljovic' gegenüber. Rosi und Mensur kamen von der Verliererseite und mussten
sich zurückgewinnen. Sie schafften das nach heftiger Gegenwehr auch und im tatsächlichen Finale konnten sie sich dann knapp mit 2:1 durchsetzen.
Sieger im Mixed-Doppel des GP-Vorarlberg: Roswitha Philipp/Mensur Suljovic.
Gratulation.
Sonntag 10.45 Uhr: Siegerehrung in der Aula des Schulgebäudes. Tolle Stimmung trotz des 'verpatzten' Samstags.
Neben den so zahlreich erschienenen Vorarlberger Spielerinnen und Spielern noch besonders zu erwähnen ist die Delegation des Kärntner Verbandes.
Sie waren mit über 30(!) Spielerinnen und Spielern angereist. Eine wirklich vorbildliche Verbandsarbeit wird auch von den
Spielern mit großem Engagement belohnt! Das sollte das Ziel aller Landesverbände sein.
Pünktlich starteten dann die Doppelbewerbe.
62 Herren Doppel und 33 Damen Doppel suchten ihren Sieger. Die Turnierleitung konnte ihren Ausrutscher vom Samstag ebenfalls ausbessern. Die Spiele konnten reibungslos
über die Bühne gebracht werden und nach vielen sehenswerten Partien standen um 18.30 Uhr die Finale fest.
Bei den Damen waren das Karin Jahn/Sonja Tschinkowitz gegen Ingrid Resch/Claudia Rottmann (ehemalige Herzl. Wir wollen ihr und August(Gustl) auf
diesem Weg recht herzlich zu ihrer Hochzeit gratulieren). Karin und Sonja, die sich in einem spannenden Spiel um den Einzug ins Finale gegen
Petra Klingbacher/Astrid Pelech durchsetzen konnten, waren dann im anschließenden Finale gegen Claudia und Ingrid auf verlorenem Posten.
Das Herren-Finale wurde dann eine Klare Angelegenheit für die haushohen Favoriten Anton Pein/Mensur Suljovic gegen die Paarung
Christian Gödl/Siegried Grantner. Hervorragende 3. Gerald Pack/Manfred Raunig. Damit standen fünf (!) Kärntner am Siegertreppchen
des Herren Doppel Bewerbes. Sensationell!
Ein ganz besonderes Highlight des GP-Vorarlberg ist aber immer der Jugendbewerb. Unglaubliche 25 Kids ermittelten in einem sehr
hochklassigen Bewerb den GP-Sieger. Die hervorragende Nachwuchsarbeit in den Clubs des VEDSV trägt immer mehr Früchte - dieser
Verband ist ein echtes Vorbild in Punkto Jugendarbeit.
Gewonnen hat diesen Bewerb der Vorarlberger Marco Kahr, der im Finale den Wiener Patrick Wolf - Sohn des kürzlich verstorbenen Günter Wolf -
schlug. Ein wirklich sensationeller Bewerb.